Couchpotato oder Sportskanone? 
Bewegungsmangel und seine Folgen

Praxis für Naturheilkunde Melanie Scheibe Heilpraktikerin

In meiner Naturheilpraxis gehört zur Anamnese immer, dass ich meine Patienten danach frage, ob sie Sport treiben, Spazieren gehen, Hobbys haben, und vor allem auch, welchen Job sie haben. Warum interessiert mich, welcher Arbeit sie nachgehen? Ganz einfach deshalb, weil wir einen großen Teil des Tages dort verbringen. Und wenn es darum geht, wieviel sich jemand bewegt, sollte das immer berücksichtigt werden.

Übergewicht – eine häufige Folge von Bewegungsmangel

Laut einer Studie des Instituts für Wirtschaft verbringen rund 15 Millionen Menschen in Deutschland ihren Arbeitsalltag überwiegend im Sitzen – sei es im Büro oder im Homeoffice. Im Durchschnitt sitzen sie dabei etwa acht Stunden täglich am Schreibtisch. Und wenn jemand, der bereits acht Stunden am Tag gesessen hat, dann auch zu Hause seine Freizeit vorwiegend auf der Couch verbringt, wird manchmal schon in der Anamnese deutlich, welche Faktoren z.B. zu Rückenschmerzen oder Bluthochdruck beigetragen haben. Neben Bewegungsmangel spielen natürlich noch andere Faktoren eine Rolle spielen, z.B. die Ernährung, Stress oder genetische Veranlagungen.  

 

In Deutschland gelten Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder höher als adipös (stark übergewichtig). Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) aus dem Jahr 2019 waren 19,0 % der Erwachsenen in Deutschland adipös, wobei der Anteil bei Männern bei 19,1 % und bei Frauen bei 19,0 % lag.

Eine Person, die überwiegend sitzend arbeitet und sich wenig im Alltag bewegt, hat einen niedrigeren Gesamtenergieverbrauch (Grundumsatz + Bewegung) als eine Person, die körperlich aktiv ist. 

Bsp. Grundumsatz einer sitzenden Person:

  • Frauen (ca. 60 kg, 30 Jahre): ~ 1.300–1.400 kcal
  • Männer (ca. 80 kg, 30 Jahre): ~ 1.800–2.000 kcal

* Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die der Körper in völliger Ruhe benötigt, um lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Herzschlag, Stoffwechsel und Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Er wird in Kilokalorien (kcal) pro Tag angegeben und hängt von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Muskelmasse und genetischer Veranlagung ab.

Und wenn man sich nun überlegt, dass ein helles Weizenbrötchen mit Butter und Marmelade bereits ca. 280–300 kcal (Frühstück) und ein klassischer Döner mit Fladenbrot, Fleisch, Salat und Soße  ca. 600–800 kcal (Mittagessen) hat, wird einem schnell klar, dass Bewegungsmangel leicht zu Übergewicht führen kann. Denn zum Frühstück und Mittagessen kommen noch Abendessen, Snacks und vor allem auch Getränke.

Welche Folgen hat Bewegungsmangel noch?

Durch Bewegungsmangel (mit oder ohne Übergewicht) kann das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B.  Bluthochdruck und Arteriosklerose) und sogar Krebs steigen. Dabei gilt: Je länger man sitzt, desto höher ist das Risiko.

 

Mögliche körperliche Folgen:

 

  • Verlangsamter Stoffwechsel, geringerer Kalorienverbrauch und mögliche Gewichtszunahme
  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Muskelschwund und Kraftverlust, was die allgemeine Leistungsfähigkeit verringert
  • Gelenkbeschwerden und Rückenschmerzen durch mangelnde Bewegung und Fehlhaltungen
  • Eingeschränkte Durchblutung, besonders in den Beinen, was das Risiko für Thrombosen erhöht
  • Schwächung des Immunsystems, wodurch die Anfälligkeit für Infekte steigt
  • Erhöhtes Risiko für Diabetes durch eine schlechtere Insulinverwertung und höhere Blutzuckerwerte

 

Mögliche psychische Folgen:

 

  • Konzentrations- und Leistungsabfall, was das Gedächtnis und die Produktivität beeinträchtigen kann
  • Erhöhtes Stresslevel, da weniger Glückshormone wie Endorphine ausgeschüttet werden
  • Schlechtere Schlafqualität mit möglichen Einschlafproblemen und weniger erholsamem Schlaf
  • Höheres Risiko für Depressionen und negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit

 

Mögliche langfristige Gesundheitsrisiken:

 

  • Höheres Risiko für chronische Krankheiten wie Osteoporose und Arteriosklerose
  • Verkürzte Lebenserwartung, da Bewegungsmangel ein wesentlicher Risikofaktor für viele Erkrankungen ist, z.B. Krebs
  • Geringere Selbstständigkeit im Alter durch Muskelabbau und eingeschränkte Mobilität 


Warum erhöht Bewegungsmangel das Krebsrisiko?

Wie bereits erwähnt, kann Bewegungsmangel zu Übergewicht führen. Und Übergewicht gilt als Risikofaktor für viele Krebsarten, weil Fettzellen Entzündungen im Körper fördern können(stillen Entzündungen = silent inflammation). Dadurch wird auch das Immunsystem geschwächt, welches auch dafür da ist, kaputte (entartete Zellen) zu zerstören, wodurch das Risiko für Krebs steigt. Dazu kommt, dass Fettzellen sehr Stoffwechsel aktiv sind und z.B. Hormone wie Östrogen produzieren, welche wiederum das Krebsrisiko steigern können. Außerdem führt wenig Bewegung zu höheren Insulinwerten, was das Zellwachstum fördert und somit eine Krebsentstehung begünstigen kann. 

Was bewirkt ein aktiver Alltag und moderate sportliche Betätigung?
 

 

Sie sehen also, ein Mangel an Bewegung kann sehr schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben. Aber wer sich regelmäßig bewegt, tut seinem Körper, aber auch seinem Geist etwas Gutes. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass körperliche Aktivität das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall senken kann. Darüber hinaus steigert Bewegung nachweislich die geistige Leistungsfähigkeit, was sich positiv auf viele Lebensbereiche auswirkt. Und wer sich im Alltag mehr bewegt, fühlt sich nicht nur fitter und ausgeglichener, sondern auch insgesamt zufriedener. 


Wie kann ich Ihnen helfen?

 

Wenn Sie Probleme mit Übergewicht haben, oder wissen möchten, wie Sie mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren können, kontaktieren Sie mich gern für ein kostenfreies 15 minütiges Erstgespräch! Buchbar über meine Online-Terminbuchung. 

 

 

Und falls  Sie unter Schmerzen im Bewegungsapparat leiden, zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen. Besuchen Sie mich in meiner Praxis, wo wir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan entwickeln können, um Ihre Beschwerden zu lindern. Kontaktieren Sie mich gern noch heute für einen Termin!

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Praxis für Naturheilkunde Melanie Scheibe Heilpraktikerin

 

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E-mail: info@naturheilkunde-scheibe.de

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